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Integration von Flüchtlingen: Klare Rahmenbedingungen gefordert

Die IHZ setzt sich in einer Arbeitsgruppe für die richtigen Voraussetzungen einer erfolgreichen Integration ein.

Gemeinsam mit dem Gewerbeverband ist die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ Teil einer Arbeitsgruppe des Kantons Luzern, welche die Integration der Flüchtlinge in die Wirtschaft fördert. Die Wirtschaft ist bereit und gewillt, anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Gelingt dies, ist es im Interesse aller: Für die öffentlichen Hand, da sie somit für weniger Sozialkosten aufkommen muss. Für den Flüchtling selber, da eine echte Integration nur über den Arbeitsmarkt geschehen kann. Sowie für den Arbeitgeber, da in Zeiten des Fachkräftemangels jede brauchbare Arbeitskraft nützlich ist.


Bereits konnte die Arbeitsgruppe einiges erreichen. Mit dem Info-Flyer wurden die Luzerner Unternehmen über die allgemeine Situation, aber auch über die konkreten Möglichkeiten informiert. Zudem konnte in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ein Normvertrag ausgearbeitet werden, welche den Unternehmen in Nicht-GAV-Branchen klare Richtlinien gibt, wie und unter welchen Bedingungen Flüchtlinge und Vorläufig Aufgenommene angestellt werden können. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Anstellung eines Flüchtlings, da klare Rahmenbedingungen – und somit die Minimierung der Gefahr eines folgeschweren Fehlers – für die Unternehmen zentral sind.

 

Doch der Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Auch in den GAV-Branchen braucht es aussergewöhnliche Lösungen für diese aussergewöhnliche Situation. Die IHZ setzt sich dafür ein, dass neue, kreative Lösungen zwischen den Sozialpartnern entwickelt werden. Dabei müssen auch die Gewerkschaften über die Bücher. Denn ein stures Festhalten am Bisherigen trägt der besonderen Situation mit den Flüchtlingen nicht Rechnung.