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Anlass zur UVI mit Bundesrätin Karin Keller-Sutter

An der Podiumsdiskussion vom 9. November 2020 im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern diskutierten Befürworter und Gegner über die Unternehmens-Verantwortungs-Initiative, über die die Schweizer Stimmbevölkerung am 29. November 2020 abstimmt. Zuvor erläuterte Bundesrätin Karin Keller-Sutter den Standpunkt des Bundesrates und beantwortete Fragen der Zuschauer.

Die Veranstaltung fand aufgrund der Massnahmen gegen das Coronavirus mit nur 45 Gästen im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern statt. Dank der Zusammenarbeit mit Tele 1 konnte die Diskussion aber auch per Livestream von zu Hause aus mitverfolgt und Fragen an die Referierenden gestellt werden.


Moderatorin Patrizia Laeri begrüsste zusammen mit IHZ-Präsident Andreas Ruch und IHZ-Direktor Adrian Derungs die Gäste vor Ort und im Livestream zur Diskussion der Unternehmens-Verantwortungs-Initiative. Ein besonderer Gruss ging nach Schwyz, Ob- und Nidwalden, wo Partnerorganisationen gleichzeitig dezentral einen Anlass durchführten. Für das Referat von Bundesrätin Karin Keller-Sutter wurde direkt nach Luzern geschaltet.


Nach der Begrüssung vertrat Bundesrätin Karin Keller-Sutter in ihrem Referat den Standpunkt des Bundesrates. Sie erläuterte die Initiative und zeigte die Vorteile des Gegenvorschlags auf. Im anschliessenden Gespräch mit Patrizia Laeri wurden die gesetzliche Verpflichtung der Berichterstattung, die Sorgfaltsprüfpflicht sowie die Haftung für Tochterunternehmen näher ausgeführt.


In der Podiumsdiskussion vertraten auf der Pro-Seite Prisca Birrer-Heimo (Nationalrätin Luzern, SP) und Bernd Nilles (Geschäftsführer Fastenopfer) sowie auf der Contra-Seite Ida Glanzmann-Hunkeler (Nationalrätin Luzern, CVP) und Max Renggli (CEO Renggli AG) ihre Argumente. Alle Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass die Einhaltung der Menschenrechte und der Umweltstandards eine Selbstverständlichkeit ist. Uneinigkeit herrscht hingegen bei der Rechtslage und den betroffenen Unternehmen. Gemäss der Befürworter-Seite sind KMU von der Vorlage nicht betroffen. Dem widersprach Ida Glanzmann, da im Verfassungstext nur von Unternehmen die Rede sei. Die Ausführungen zur Vorlage sind nicht verbindlich, sodass unklar ist, welche Unternehmen von der Initiative betroffen sind. Ob auch für Tochterunternehmen und Lieferanten eine Haftung zu übernehmen ist, wurde von beiden Seiten unterschiedlich beurteilt. Es liegt nun an der Schweizer Stimmbevölkerung, am 29. November 2020 über die Vorlage abzustimmen.


Wir danken den Medienpartnern Tele 1, Radio Pilatus, Pilatus Today sowie der Luzerner Zeitung für die gute Zusammenarbeit. Ebenso einen Dank geht an die Partnerverbände AWG Kanton Luzern, IFU Info-Forum freies Unternehmertum sowie KMU- und Gewerbeverband des Kantons Luzern.


Aufzeichnung des Anlasses 

Haben Sie den Anlass verpasst und möchten wissen, wer welches Argument für und gegen die Unternehmens-Verantwortungs-Initiative eingebracht hat? Schauen Sie die Aufzeichnung, die auf dem YouTube-Kanal der IHZ verfügbar ist.