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Brexit: Drei Fragen an unseren Exportleiter Markus Wermelinger

Heute tritt Grossbritannien aus der EU aus. Dies bringt einige Änderungen mit sich, doch was bedeuten diese Änderungen für die exportorientierten Unternehmen? Unser Exportleiter Markus Wermelinger gibt Auskunft.

Markus Wermelinger, was ändert sich für die Schweizer Unternehmen nun mit dem Austritt von Grossbritannien aus der EU?
Im präferenziellen Bereich ändert bis am 31.12.2020 nichts, da wir uns in der sogenannten Übergangsfrist befinden. Grossbritannien wird bis dann zollrechtlich immer noch wie ein EU-Land behandelt. Die Schweizer Exporteure können also bis zu diesem Datum weiterhin die präferenzielle Ursprungserklärung auf die Rechnung schreiben oder eine EUR.1 Warenverkehrsbescheinigung ausfüllen. Ab dem 01.01.2021 kommt für die Schweizer Exporteure dann das bereits vorbereitete Freihandelsabkommen Schweiz-Grossbritannien zum Tragen. Für die EU gilt ab 01.01.2021 das, was in den nächsten Monaten zwischen der EU und Grossbritannien verhandelt wird.

 

Was ändert sich im nichtpräferenziellen Bereich?
Im nichtpräferenziellen Bereich ändert sich nichts, weil das die autonomen Schweizer Ursprungsregeln betrifft, welche die Schweiz unabhängig vom Zielland bestimmt. Grossbritannien-Kunden können von Schweizer Exporteuren weiterhin Ursprungszeugnisse und/oder beglaubigte Rechnungen der Handelskammern verlangen.

 

Auf welche Änderungen müssen sich nun Carnet ATA-Kunden einstellen?
Auch bei den Carnet ATA ändert sich bis 31.12.2020 nichts. Weitere Informationen werden vom Carnet ATA-Dachverband folgen. Grundsätzlich empfehlen wir unseren Carnet ATA-Kunden, dass Ware, welche sich mit einem Carnet ATA in Grossbritannien befindet, sicherheitshalber vor dem 31.12.2020 wieder aus Grossbritannien ausgeführt wird.

 

Auskünfte erhalten Sie bei unserem Exportteam (info@STOP-SPAM.ihz.ch, 041 410 68 65).