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Die Vielfalt von Lösungen in der aktuellen «zentralinfo»-Ausgabe

«Problemlösen ist das, was man tut, wenn man nicht weiss, was man tun soll.» Diese launige Definition verdanken wir dem amerikanischen Mathematik-Professor Grayson Wheatley. Eine Definition, die unseren Umgang mit den aktuellen Herausforderungen sehr gut trifft. Wir sind mit einer Situation konfrontiert, die wir in dieser Form nicht kennen und für deren Bewältigung wir nicht auf ein Patentrezept zurückgreifen können.

Nach Lösungen suchen wir erst, wenn wir mit einer Situation unzufrieden sind. Diese Unzufriedenheit veranlasst uns, eine Sache als Problem zu erkennen. Die Corona-Krise ist ein Problem. Die aktuelle Situation zehrt an unseren Nerven, wir diskutieren in unserem Umfeld, viele in ihren Fachbereichen, ohne jedoch im Resultat verlässliche Aussagen über die unmittelbare Zukunft machen zu können. Es lässt uns auch im Sinne des antiken Philosophen Sokrates hinterfragen, was wir überhaupt wissen. Doch selbst wenn diese Unsicherheit an uns nagt: Bleiben wir aktiv, zuversichtlich und lösungsorientiert. Probleme aktiv anzugehen und zu lösen, ist sinnvoller und befriedigender, als in der Opferrolle zu verharren und auf Hilfe zu warten. Das ist der Schlüssel, wie wir zusammen als Gesellschaft durch die Krise kommen. Es ist die Suche nach Lösungen, mit Versuch und Irrtum, mit Rücksichtnahme, aber auch mit kritischem Hinterfragen und Tatendrang.

 

Auch in den kommenden Monaten werden uns das Virus und die Massnahmen zwingen, weiter nach Lösungen zu suchen. Deshalb haben wir den Begriff «Lösungen» zum IHZ-Jahresmotto 2021 erkoren. Wir brauchen intelligente Lösungen und keine Schuldzuweisungen. Wir brauchen tragbare Lösungen für alle und keine Blockbildung. Und wir brauchen nachhaltige Lösungen, keine kurzfristigen Wahl- und Abstimmungserfolge.

 

Was wir damit meinen, illustrieren wir mit den Beiträgen in der aktuellen «zentralinfo»-Ausgabe. Einen etwas anderen Blick auf den Umgang und das Verhältnis von Problemen und Lösungen offeriert uns der Philosoph Rayk Sprecher in seinem Beitrag. Aus der unternehmerischen Praxis zeigt Ihnen Beat Wullschleger von der Wilhelm Schmidlin AG, wie und mit welcher Methode man den Lösungsfindungsprozess in der Industrie praktisch umsetzt. Helmut Knapp vom CSEM Alpnach beschreibt seinerseits die Rolle von Start-ups, um technologischen Fortschritt und Technologietransfer zu ermöglichen. Für unternehmerische Lösungen braucht es passende Rahmenbedingungen. Wie die Politik nach Lösungen sucht, erfahren Sie im Interview mit dem Schwyzer Ständeratspräsidenten Alex Kuprecht. Gute Lösungen sind auch in der Unternehmensnachfolge gefragt. René Kaufmann von der Truvag Treuhand AG weiss, wie Unternehmen diese Herausforderung angehen können. Und falls sich Probleme zwischen zwei Parteien nicht mehr einfach lösen lassen, bietet die IHZ als Mitglied der SCAI (Swiss Chambers’ Arbitration Institution) an, eine Lösung durch Mediation oder ein Schiedsgericht zu finden. Was das genau bedeutet, erfahren Sie im Beitrag von Caroline Ming von der SCAI. In diesem Sinne: Lassen Sie uns Probleme lösen!
 

Adrian Derungs, Direktor IHZ