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Ein tolles 8. Zentralschweizer Wirtschaftsforum

Das 8. Zentralschweizer Wirtschaftsforum stand unter dem Thema "Sicherheit - Verlässlichkeit - Vertrauen". 240 Persönlichkeiten aus der Zentralschweiz diskutierten diverse Fragestellungen dazu, pflegten ihr Netzwerk und genossen das herrliche Spätsommerwetter. Am Abend referierte Bundesrat Guy Parmelin zum Thema Sicherheit und Wirtschaft, bevor die Teilnehmenden den Anlass beim Farewell Dinner ausklingen liessen.

Auch in diesem Jahr startete das 8. Zentralschweizer Wirtschaftsforum nicht für alle zur gleichen Zeit. Für mehr als 30 Teilnehmende hiess es bereits um 06.30 Uhr Abmarsch Richtung Pilatus Kulm. Belohnt wurden sie ein paar Stunden später mit herrlicher Sicht in die Bergwelt, viel Sonnenschein und noch relativer Ruhe auf der Terrasse vom Pilatus.

 

Für die anderen gut 200 Teilnehmer gings per Bahn kurz vor Mittag auf den Pilatus. Bereits beim Stehlunch wurde eifrig das Netzwerk gepflegt, aber auch im Freien das herrliche Wetter genossen.

Die drei Opening Key Notes konnten zwar unterschiedlicher kaum sein, doch in ihren Bann gezogen haben sie die Zuhörer alle. Nach Reiner Eichenbergers Einschätzung zur ökonomischen Bedeutung der Sicherheit interviewte Susanne Giger Samih Sawiris und wollte von ihm wissen - in Anspielung auf den Willkommensgruss von IHZ-Präsident Andreas Ruch - ob er denn eine Art Alfred Escher sei. Ganz unschweizerisch meinte der Gefragte, er sei zwar nicht bescheiden, aber diesen Vergleich lasse er doch nicht gelten. Er ist der Überzeugung, und bedauert gleichzeitig, dass in der heutigen Zeit solches gar nicht mehr möglich sei, war die Welt damals doch so viel unkomplizierter. Vor dem ersten Networking Break referierte Shira Kaplan, Founder und CEO & Cyverse AG, zum Thema "Sind wir auf dem Weg zum neuen globalen Wettrüsten?". Keine leichte Kost, aber die Realität ist dies selten. Anschliessend genossen die Teilnehmer die erste Networking Pause auf der Terrasse, wo unter anderem auch das tolle Spätsommerwetter und die Fernsicht in die Berge als Gesprächsstoff dienten.

 

In den drei parallel stattfindenden Workshops wurden die Themen "Cyber Crime - ein wachsendes und unaufhaltbares Geschwür?" (Moderation: Sita Mazumder), "Gefahren-Management: Die grössten Gefahren für Unternehmen - und was wir dagegen unternehmen können" (Moderation: Christoph Lengwiler) und "Sicherheit als Geschäftsfeld: Die andere Seite der Medaille - Sicherheit als Business Case" (Moderation: Christoph Hauser) auf Podien diskutiert.

 

Beim zweiten Networking Break mischte sich ein sichtlich gut gelaunter Bundesrat Guy Parmelin unter die Teilnehmer - und gab zu, das erste Mal auf dem Pilatus zu sein. Umso beeindruckter war er von dieser einzigartigen Bergkulisse!  

 

Bei den abschliessenden Closing Key Notes führte Paul Zinniker, stellvertretender Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes, den Teilnehmern vor Augen, welche latenten Gefahren die Schweiz bedrohen. Das Thema Vertrauen stand im Vordergrund des Auftritts von Nils Hämmerli "Jamie", Kommandant der Patrouille Suisse, denn dieses muss beim Teamwork bei Tempo 1000 grenzenlos sein. Verständlich also, dass jedes neue Team-Mitglied per unbegründeten Vetos eines Piloten abgelehnt werden kann. Für Schlussredner Bundesrat Guy Parmelin war klar, dass die Welt kein sicherer Hafen des Friedens sei - schlimmer noch, die sicherheitspolitischen Probleme befänden sich nicht weit von unserer Haustüre entfernt. Er plädierte deshalb auch für mehr Kooperation nicht nur innerhalb der Schweiz, sondern  über die Landesgrenzen hinaus.

 

Ein letztes Highlight setzte beim abschliessenden Farewell Dinner Bruno Bieri, der bei seinem Auftritt mit seinem aussergewöhnlichen Instrument namens "Hang" (für Hand) nicht nur auf zur Thematik passende Lieder von Mani Matter zurückgriff, sondern auch die Inhalte des ganzen Tages musikalisch und mit persönlicher Note untermalte. Die Begeisterung der Gäste war gross und ohne Zugaben kam der Musicien und Troubadour aus Bern nicht davon...

 

Zufrieden und nicht nur mit einigen Themen zum Nachdenken, sondern auch mit vielen neuen und neu gepflegten Kontakten, reiste die Wirtschaftsforum-Community zurück ins Tal.