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IHZ-Netzwerkwoche «international vernetzt» (1/4)

Zu Beginn unserer zweiten IHZ-Netzwerkwoche werfen wir einen Blick auf die Exportzahlen der Zentralschweizer Kantone.

Produkte und Dienstleistungen aus der Zentralschweiz machen rund 8.4 Prozent der Schweizer Exporte aus. Exportmotor ist dabei der Kanton Zug, wo mehr als die Hälfte der exportierten Waren aus der Region hergestellt werden. Schwyz und Nidwalden konnten den Wert ihrer Exporte seit 2016 stark erhöhen.


2021 exportierten Zentralschweizer Unternehmen Waren und Dienstleistungen im Wert von 21.9 Milliarden Franken, wie neueste Zahlen des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) zeigen. Das sind nominell über drei Milliarden Franken oder inflationsbereinigt knapp 16 Prozent mehr als noch 2016. Dennoch sind die Exporte aus der Zentralschweiz weniger stark gewachsen als das schweizerische Mittel. 2016 machten Zentralschweizer Exporte noch einen Anteil von 8.8 Prozent an den Gesamtexporten der Schweiz aus. Im Jahr 2021 waren es nur noch 8.4 Prozent.


Gebremst wurden die Zentralschweizer Exporte von den grossen Volkswirtschaften Luzern und Zug, die zusammen mehr als drei Viertel der regionalen Exportwaren herstellen. Zwischen 2016 und 2021 sind diese lediglich um 12 Prozent bzw. 13.4 Prozent gewachsen. Der Kanton Luzern hatte insbesondere im Coronajahr 2020 Probleme. In diesem Jahr waren die Exporte deutlich tiefer als vier Jahre zuvor. Im gleichen Zeitraum am stärksten Gewachsen ist der Wert der exportierten Waren und Dienstleistungen im Kanton Nidwalden mit über 33 Prozent, obwohl auch dort ein Corona-Einbruch zu verzeichnen war. Stark wuchsen auch Exporte aus dem Kanton Schwyz. Betrug der Wert der Exporte 2016 noch 1.5 Milliarden Franken, waren es 2021 schon 1.9 Milliarden. Somit konnte der Kanton seinen Anteil an den gesamtschweizerischen Exporten von 0.69 Prozent auf 0.74 Prozent erhöhen.

 

Im nächsten Beitrag erfahren Sie dann mehr zu den Zentralschweizer Exporten nach Zielregion.