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IHZ-Parolen: 2x Nein, 1x Ja

Die Zentralschweiz ist auf eine stabile Beziehung zur EU als wichtigste Handelspartnerin der Schweiz angewiesen. Die Kündigungsinitiative (SVP-Begrenzungsinitiative) setzt dabei aus Sicht der IHZ den bewährten bilateralen Weg aufs Spiel und schafft unnötige Unsicherheit. Weiter spricht sich die IHZ für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge aus und gegen den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub.

Der IHZ-Vorstand hat die aktuellen politischen Themen besprochen und diverse Parolen gefasst. Die für die Wirtschaft wichtigste Abstimmung ist der direkte Angriff auf die bilateralen Verträge. Die Kündigungsinitiative verlangt, dass der Bundesrat die Personenfreizügigkeit innert 12 Monaten ausser Kraft setzen würde. Aufgrund der «Guillotine-Klausel» würden dann auch alle anderen sechs Abkommen der Bilateralen I wegfallen, deshalb wird die Initiative auch «Kündigungsinitiative» genannt. Für die Zentralschweizer Wirtschaft hätte ein Wegfall der Bilateralen verheerende Folgen. Der IHZ-Vorstand hat dementsprechend auch ohne Gegenstimme die NEIN-Parole beschlossen.

 

JA zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge
Der IHZ-Vorstand spricht sich auch einstimmig für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge aus. Die Sicherheit der Schweiz hat oberste Priorität und soll weiterhin gewährleistet werden können. Die veraltete Flugzeugflotte soll erneuert werden. Für die Zentralschweiz haben die Flugzeuge zudem einen wichtigen wirtschaftlichen Aspekt. Mit der RUAG und den Pilatus Flugzeugwerken hat die Zentralschweiz bedeutende Know-how-Partner im technologischen Bereich. Um die Arbeitsplätze rund um den Flugplatz Emmen langfristig zu sichern, braucht es neue Kampfflugzeuge.

 

NEIN zu zwei Wochen Vaterschaftsurlaub
Das Thema eines Vaterschaftsurlaubes wurde kontrovers diskutiert. Aus Sicht des IHZ-Vorstands ist es wichtig, dass sich Väter Zeit nehmen können für ihre Familie. Dafür braucht es aber keine vom Staat vorgeschriebenen Vaterschaftsurlaub. Die Unternehmen sollen selber entscheiden, in welchem Umfang sie einen Vaterschaftsurlaub anbieten wollen, um sich etwa von den Konkurrenten abzuheben. Der IHZ-Vorstand lehnt deshalb mit einer 2/3-Mehrheit zwei Wochen Vaterschaftsurlaub ab.

 

Zum Jagdgesetz und zur Erhöhung der Kinderabzüge auf nationaler Ebene sowie zu den aktuellen kantonalen Themen in Uri, Schwyz, Luzern, Nid- und Obwalden hat die IHZ keine Parole gefasst.