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Integration von Flüchtlingen kann nur über die Wirtschaft gehen

Die IHZ setzt sich seit Ende 2016 in einer Arbeitsgruppe für die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen ein. Im Gremium vertreten sind neben der IHZ auch der Gewerbeverband, die Gewerkschaftsvertreter der Unia und Syna, Unternehmer und Vertreter des Kanton Luzerns. Die Gespräche sind nun aber in einer Sackgasse gelandet.

Gemeinsam mit dem Gewerbeverband ist die IHZ Teil einer Arbeitsgruppe des Kantons Luzern, welche die Integration der Flüchtlinge in die Wirtschaft fördert. Die Wirtschaft ist bereit und gewillt, anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Gelingt dies, ist es im Interesse aller: Für die öffentlichen Hand, da sie somit für weniger Sozialkosten aufkommen muss. Für den Flüchtling selber, da eine echte Integration nur über den Arbeitsmarkt geschehen kann. Sowie für den Arbeitgeber, da in Zeiten des Fachkräftemangels jede brauchbare Arbeitskraft nützlich ist.


Arbeitsgruppe konnte bereits einiges erreichen
Mit dem Info-Flyer wurden die Luzerner Unternehmen über die allgemeine Situation, aber auch über die konkreten Möglichkeiten informiert. Zudem konnte in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ein Normvertrag ausgearbeitet werden, welche den Unternehmen in Nicht-GAV-Branchen klare Richtlinien gibt, wie und unter welchen Bedingungen Flüchtlinge und Vorläufig Aufgenommene angestellt werden können. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Anstellung eines Flüchtlings, da klare Rahmenbedingungen – und somit die Minimierung der Gefahr eines folgeschweren Fehlers – für die Unternehmen zentral sind.

 

Bei der Ausweitung auf die GAV-Branchen stellen sich die Gewerkschaften quer
Die Gewerkschaften machen seit geraumer Zeit nicht mehr mit. Sie erscheinen nicht an den Treffen, oder erscheinen mit wechselnder Besetzung, torpedieren mögliche Lösungen, rücken keinen Zentimeter von Ihrer sturen Haltung ab. Direktor Felix Howald meint dazu: «Die Wirtschaft wäre und ist bereit, an der jetzigen Situation etwas zu verändern. Wenn von Seiten der Gewerkschaften keine Bereitschaft zu einem echten, resultatorientierten Diskurs besteht, müssen wir die Steuergruppe, wie sie momentan besteht, auflösen. Sonst lassen wir uns nur auf der Nase rumtanzen. Dann wird es wohl Sinn machen, wenn der Kanton und die Wirtschaft das Thema direkt gemeinsam an die Hand nehmen.»