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Rückblick IHZ Neujahrsapéro 2022

Musik ist Genuss. Musik ist Kunst und Leidenschaft. Musik ist insbesondere aber Zusammenspiel – und so Vorbild für die gesellschaftliche Entwicklung. Am Neujahrsapéro der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ vom 7. Januar 2022 war das 21st Century Salon Orchestra nicht nur im musikalischen Sinne präsent.

Wieder mehr musizieren - gemeinsam
«Wieder gemeinsam Musik machen, so wie ein gutes Orchester. Das wünsche ich mir im übertragenen Sinne auch für unsere Gesellschaft für die kommenden Monate und Jahre», so Adrian Derungs bei seinem Kommentar zur aktuellen Gesellschaftslage. Wir haben aktuell viele Musikkritikerinnen und -kritiker, die zu wissen glauben, was schiefläuft oder weshalb das Orchester nicht mehr klingt wie früher. Immer mehr scheuen wir die Verantwortung für eine Aufführung und unseren persönlichen Beitrag dazu. Sicherheit steht im Vordergrund und Fehler müssen um jeden Preis verhindert werden. Folglich legen wir unsere Instrumente aus Angst beiseite. Wir musizieren nicht. «Es braucht weniger Musikkritikerinnen und -kritiker. Wir brauchen mehr Musizierende. Menschen die etwas wagen, vorwärtsgehen – ohne Angst eines falschen Tones», so Derungs weiter. Es ist Zeit, dass wir wieder selber Musik machen. Wir brauchen dazu keine Mozarts, Karajans oder Pavarottis. Es reicht, wenn wir alle für unsere Funktion im Orchester Verantwortung tragen. Improvisieren wir, wenn es die Umstände verlangen. Üben wir, wenn eine Stelle nicht gelingt. Aber musizieren wir – gemeinsam.

 

Ohne Musik bleibt es still
Wieder vermehrt gemeinsames Musizieren täte auch der Schweiz und der Europäischen Union (EU) gut. Aktuell befindet sich die Schweiz jedoch im europapolitischen Stillstand. Seit dem Verhandlungsabbruch mit der EU bezüglich eines institutionellen Rahmenabkommens herrscht Funkstille – die Instrumente sind niedergelegt. Kritische Stimmen, die auf die Probleme bei der Forschungszusammenarbeit Horizon Europe hinweisen, werden zwar gehört, darüber hinaus passiert aber wenig. Das wirft Fragen auf. Ist es purer Leichtsinn oder sachliche Besonnenheit? Aus Blick der Zentralschweizer Wirtschaft beunruhigt diese stoische Ruhe rund um das Europadossier. «Die Schweiz ist gut beraten, das Zepter wieder in die Hand zu nehmen und eine aktive Stellung einzunehmen», so IHZ-Präsident Andreas Ruch. «Der Bundesrat muss der EU dringend Vorschläge zu den rund 15 strittigen Themen unterbreiten», so Ruch weiter.

 

Der Anlass fand unter der 2G+ Regel statt.