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Übersicht Testkonzepte der Zentralschweizer Kantone

Der Bund hat im Zusammenhang mit dem repetitiven Testen vergangene Woche Erleichterungen bei der Kontaktquarantäne beschlossen. Die IHZ begrüsst das Vorgehen des Bundesrates in Bezug auf die jüngsten Lockerungsschritte per 19. April 2021. Die anfänglichen Unklarheiten hinsichtlich der Kontaktquarantäne in Unternehmen in der aktualisierten «Covid-19-Verordnung besondere Lage» sind nun geklärt.

Kontaktquarantäne für Mitarbeitende
Der Bund hat am Mittwoch 14.04.2021 mitgeteilt, dass die Kontaktquarantäne für Mitarbeitende von Unternehmen entfällt, die über ein Testkonzept verfügen und der vor Ort tätigen Belegschaft mindestens einmal pro Woche Testungen anbieten.

 

Die diesbezügliche Formulierung in der aktualisierten «Covid-19-Verordnung besondere Lage», hat Fragen aufgeworfen und zu Unklarheiten hinsichtlich der Umsetzung in Unternehmen geführt. Das BAG die Inhalte der Verordnung nun erläutert, konkretisiert und die Details geklärt. (Erläuterungen zur Verordnungsänderung vom 14. April 2021)

 

Folgende Regelungen gelten hinsichtlich der Kontaktquarantäne in Unternehmen:

 

  1. Die Kontaktquarantäne entfällt für alle Mitarbeitenden eines Unternehmens, das beim repetitiven Testen mindestens einmal pro Woche mitmacht. D.h. auch wenn man am Arbeitsplatz mit einer erkrankten oder positiven Person engen Kontakt hatte, muss man nicht in Quarantäne. Dies unabhängig davon, ob man sich selber testen liess.

  2. Es gibt keine Mindestquote von teilnehmenden Mitarbeitenden. Die in einer vorangehenden Konsultation genannte Quote von 80% in Bezug auf die Testabdeckung der vor Ort tätigen Mitarbeitenden ist nicht gültig.

  3. Die Kontaktquarantäne entfällt für die berufliche Tätigkeit und den Arbeitsweg; im privaten Umfeld müssen die Mitarbeitenden die Quarantänevorgaben einhalten und Kontakte vermeiden.

  4. Die gemachten Ausführungen gelten nur die die Kontaktquarantäne, nicht für die Reisequarantäne.

Die IHZ unterstützt die jüngsten Konkretisierungen des BAG. Es besteht nun ein zusätzlicher Anreiz für Unternehmen, repetitive Tests im Betrieb durchzuführen – immer mit dem Ziel, dass möglichst viele Mitarbeitende daran partizipieren.

 

Standpunkte der IHZ
Für die IHZ bleibt bei der Durchführung von freiwilligen Pooltests in den Unternehmen weiterhin folgende Aspekte zentral:

 

  1. Anreize für die Unternehmen: Es braucht konkrete Anreize für die Unternehmen, damit sie bei den Massentests mitmachen. Die Befreiung von der Quarantänepflicht für Mitarbeitende ist der richtige Weg.

  2. Möglichst kurze «time to result»: Die Auswertungen der Tests muss möglichst rasch – ohne tagelange Unsicherheit – erfolgen.

  3. Selbsttests bevorzugt: Im besten Fall kommen Selbsttests zur Anwendung, bei denen die Logistik ins Labor entfällt. Diese Selbsttests sollen vom Bund so rasch wie möglich validiert und von den Kantonen in die Strategien mit einbezogen werden.

  4. Test-Pooling optimieren: Es gilt darauf zu achten, dass bei gepoolten Tests, die Zeit zwischen dem positiven Pooltest und der Identifizierung des einzelnen positiven Tests so kurz wie möglich ist. Nebst der Befreiung von der Kontaktquarantäne bringt dies weiteren Mehrwert für die Unternehmer und Mitarbeitenden

Mit Blick auf die Intensivierung der Impf- und Testkampagne unterstützt die IHZ jegliche Bemühungen in den Zentralschweizer Kantonen, die diese Strategie unterstützen. Sie finden nachfolgend eine Übersicht zu den Teststrategien und deren Umsetzung in den Zentralschweizer Kantone.

 

Kanton Uri - Informationsveranstaltung vom 29. März 2021: Video / Präsentation / Q&A

  • Hat am 5. März 2021 Testkonzept beim Bund eingereicht und wurde bewilligt.

  • Testbetrieb wurde durchgeführt und Praxistauglichkeit bestätigt.

  • Mittlerweile werden in rund 30 Unternehmen und Institutionen regelmässig Tests durchgeführt.

  • Verwendung von gepoolten PCR-Speicheltests.

  • Zusammenarbeit mit Synlab (www.synlab.ch).

  • Einfaches System und kleiner Aufwand für Unternehmen.

  • Antragsformular für Unternehmen: https://antwort.ur.ch/s/serielle-massentests

 

Kanton Nidwalden - Informationsveranstaltung vom 29. März 2021: Video / Präsentation / Q&A

  • Vom 29. März bis am 9. April 2021 lief die Probephase mit einem KMU mit rund 10 Angestellten, einem kantonalen Amt sowie zwei Klassen des Kollegium St. Fidelis.

  • Verwendet wird ein Gurgeltest: Gepoolte Proben von maximal 10-köpfigen Personengruppen.

  • Gespräche mit Labors für genügend Testkapazität laufen.

  • Betriebe und Institutionen ausserhalb der Pilotphase werden aktuell noch um etwas Geduld gebeten, können ihr Interesse aber bereits jetzt beim kantonalen Gesundheitsamt, gesundheitsamt@STOP-SPAM.nw.ch, unter Angabe der Anzahl zu testender Personen und einer zuständigen Kontaktperson anmelden.

  • Testkonzept wurde noch nicht beim Bund eingereicht (in Arbeit in Abstimmung mit Pilotphase)

 

Kanton Luzern - Informationsveranstaltung vom 30. März 2021: Video / keine Präsentation / Q&A

 

Kanton Obwalden - Informationsveranstaltung vom 30. März 2021: Video / Präsentation / Q&A

  • Testbetrieb lief vom 6. April bis zum 16. April 2021.

  • Zusammenarbeit mit Misanto und für das Labor mit Synlab.

  • Setzen auf gepoolte Spucktests und Antigen-Schnelltests.

 

Kanton Schwyz - Informationsveranstaltung vom 1. April 2021: Video / Präsentation / Q&A

  • Vom 8. März bis zum 26. März 2021 lief der Pilotversuch für systematisches Testen in Pflegeheimen und einem Spital.

  • Seit dem 29. März 2021 können sich Betriebe unter www.sz.ch/reihentests für das repetitive Testen anmelden.

  • Zusammenarbeit mit der Hirslanden AG

  • Testskizze wurde beim Bund eingereicht und genehmigt