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UVI: IHZ lehnt das Experiment klar ab

Bundesrat, National- und Ständerat lehnen die extreme Unternehmens-Verantwortungs-Initiative ab, weil diese ihr Ziel verfehlt und weitreichende soziale, ökonomische, rechtliche und staatspolitische Probleme verursacht. Für die IHZ ist klar, dass die Initiative für den hiesigen Wirtschaftsstandort gefährlich ist. Gerade in der Nach-Corona-Zeit benötigen die Zentralschweizer Unternehmen Rechtssicherheit und keine Experimente.

Das Parlament hat nun abschliessend einem griffigen indirekten Gegenvorschlag zugestimmt. Dieser schafft strengere Vorgaben für Unternehmen zur Respektierung von Menschenrechten und Umwelt in der Lieferkette als heute. Im Vergleich zur Initiative schützt der Gegenvorschlag die Unternehmen aber vor missbräuchlichen und erpresserischen Klagen.


Dementsprechend lehnen Bundesrat und Parlament die extreme Unternehmens-Verantwortungs-Initiative ab und empfehlen den Stimmberechtigten am 29. November 2020 ein Nein. Die IHZ hat sich seit drei Jahren intensiv mit dem Thema beschäftigt und freut sich über dieses wichtige Signal, denn die Volksinitiative «für verantwortungsvolle Unternehmen» verfehlt ihr Ziel und würde gerade für die durch Corona geschwächte Wirtschaft eine unverhältnismässige Mehrbelastung für die Zentralschweizer Unternehmen bedeuten. Jetzt ist weder die Zeit für einen Schweizer Alleingang noch für ein gefährliches Experiment für unseren Standort.

 

Die Initiative ist der falsche Weg
Das Grundanliegen der Initianten teilen auch die Unternehmer aus der Zentralschweiz, doch die Volksinitiative setzt auf einen falschen Weg, um soziale oder ökologische Fortschritte zu erreichen. «Die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen liegt in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Unternehmen, Staat und NGOs. Die Initiative hingegen verkennt die Komplexität der internationalen Wirtschaft gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern und führt dazu, dass die neuen Auflagen und sämtliche Haftungsrisiken vertraglich an Lieferanten delegiert werden», meint IHZ-Direktor Adrian Derungs zur Initiative. Er führt weiter aus, dass die eindimensionale Verrechtlichung die Entwicklung und den Fortschritt behindere und in eine Sackgasse führe. Dem eigentlichen Ziel der Initiative werde so mehr geschadet als genützt.

 

Entschlossene Abstimmungskampagne
Am 29. November 2020 wird die Bevölkerung aller Voraussicht nach über die Unternehmens-Verantwortungs-Initiative abstimmen. Die IHZ wird sich im Rahmen der NEIN-Allianz für die Interessen der Unternehmen und des Forschungs- und Werkplatzes einsetzen und aufzeigen, dass die extreme Volksinitiative ein teures und gefährliches Experiment darstellt. Die Folgen der Initiative spüren in erster Linie die Arbeitnehmenden, die Konsumentinnen und Konsumenten sowie die Steuerzahlenden.

 

Wer gegen die gefährliche Initiative ist, kann sich bereits jetzt im Komitee eintragen:

 

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