IHZ-Netzwerkwoche «Pendlermobilität» (5/5)

Am fünften und letzten Tag unserer IHZ-Netzwerkwoche «Pendlermobilität» dreht sich alles um Entlastung und Sicherheit. Wir beantworten die drei wichtigsten Fragen zum Bypass Luzern.

Neben dem Durchgangsbahnhof ist in der Zentralschweiz mit dem Bypass Luzern ein weiteres grosses Infrastrukturprojekt in Planung. Das Kernstück des Autobahnprojekts ist ein Tunnel, der die Stadt Luzern vom Durchgangsverkehr entlasten, die Sicherheit erhöhen und eine Ausweichroute bei Sanierungen oder im Ereignisfall bieten soll. Die drei wichtigsten Fragen zum Projekt werden hier beantwortet. Die IHZ unterstütz das Infrastrukturprojekt und ist im Co-Präsidium des Komitees «Bypass Luzern Ja» vertreten.


Was beinhaltet das Projekt?
Hauptbestandteil des Nationalstrassenprojektes sind zwei neue Tunnelröhren zwischen Ibach im Norden der Stadt Luzern und dem Gebiet Grosshof in Kriens mit zwei Fahrstreifen in beide Richtungen. Das Gesamtprojekt beinhaltet aber noch weitere Bauvorhaben. Die Abzweigung von der A2 von Sursee her auf die A14 Richtung Zug wird auf zwei Spuren ausgebaut. Auf der A14 zwischen dem durch Staumeldungen bekannten Rathausen-Tunnel und Buchrain wird die Autobahn auf sechs Spuren ausgebaut. Das Rathausen-Tunnel erhält zudem eine dritte Röhre. Auch im Süden bei Kriens gibt es Veränderungen. Die Einfahrt in den Sonnenbergtunnel und die neuen Bypass-Röhren werden einige hundert Meter überdacht, was Platz für Begegnung, Gewerbe und Grünflächen bietet. Die alte Autobahn wird zur Stadtautobahn für den Nahverkehr umfunktioniert.


Was bringt der Bypass?
Die Stadt Luzern ist verkehrstechnisch ein Nadelöhr. Neben dem normalen Stadt- und Agglomerationsverkehr nutzen auch fernreisende die Autobahn als Transit zwischen Norden und Süden. Im Norden kommen die Autobahn A2 aus Basel und die A14 aus Zürich zusammen. Der Transitverkehr und die Autos von und nach Luzern drängen sich danach in den Reussporttunnel. Die Kapazitätsgrenzen der Autobahn sind erreicht und das Bundesamt für Strassen (ASTRA) rechnet mit einem weiteren Verkehrszuwachs in den nächsten Jahren. Mit dem Grossprojekt wird der Transitverkehr und der Stadt- und Agglomerationsverkehr voneinander getrennt. Das verhindert auch, dass die Autos bei Verkehrsproblemen auf das untergeordnete Verkehrsnetz ausweichen und somit mitunter den ÖV behindern. Die neue Röhre hilft zudem bei einem Unfall oder im Falle von Bauarbeiten ein Verkehrschaos zu vermeiden. Der Verkehr kann dann auf die anderen Spuren umgeleitet und muss nicht durch die wenigen Nord-Süd-Verbindungen durch die Stadt geführt werden.


Wann kommt der Bypass?
Der Bundesrat hat die Projektierung im Jahr 2016 genehmigt. Bis 2023 läuft nun die öffentliche Auflage und das Einspracheverfahren. Die Stadt und der Kanton Luzern haben im Januar 2022 eine Absichtserklärung unterzeichnet und engagieren sich gemeinsam für eine rasche Planung und Umsetzung des Projektes. Wenn alles nach Plan läuft, kann 2023 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Der Bau dauert danach voraussichtlich zwölfeinhalb Jahre.


Auch die IHZ setzt sich für das Projekt ein. Erreichbarkeit ist wichtig für die Menschen der gesamten Zentralschweiz. Unsere Region ist abhängig von effizienten Anbindungen an die nationale und internationale Verkehrsinfrastruktur abhängig. Ein wachsender Wirtschaftsstandort Zentralschweiz braucht effiziente Zukunftsprojekte in der Infrastruktur. Deshalb unterstützt die IHZ auch das Komitee «Bypass Luzern Ja». Setzen auch Sie ein Zeichen für das wichtige Infrastrukturprojekt und treten Sie dem Komitee bei.

 

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Kantons Luzern: https://gesamtsystem-bypass.lu.ch/