
Landratswahlen Kanton Nidwalden
Die IHZ im Gespräch mit den Präsidenten der Nidwaldner Parteien.
Im Vorfeld der Landratswahlen vom 8. März 2026 hat die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ den Parteien den Puls gefühlt. Im Culinarium Alpinum stellten sich die Parteipräsidenten den Fragen von IHZ-Direktor Adrian Derungs und Yves Spühler, Leiter Wirtschaftspolitik und Ökonomie. Im Fokus standen wirtschaftspolitisch relevante Themen wie Arbeitsmarkt, Bildung, Energie, Verkehr und Steuern sowie die nationale und internationale Rolle des Kantons Nidwalden. Die einzelnen Podcasts sind ab sofort auf allen Streamingplattformen zu hören.
Grüne – mit Alexander Huser
Die Grünen sind die grösste Partei im linken Spektrum der Nidwaldner Politik. Mit ihren 7 Landratsmitgliedern sehen sie sich dennoch eher als Oppositionspartei, die für ihren politischen Erfolg oft auf Volksabstimmungen angewiesen ist. Die Kernthemen für die Landratswahlen 2026 sind Wohnen, Mobilität und Kinderbetreuung. Der Medizintechnikunternehmer Alexander Huser spricht über Verkehrspolitik und weshalb er nicht nur den Durchgangsbahnhof sondern auch das Autobahnprojekt Bypass befürwortet.
SVP – mit Roland Blättler
Eins bis zwei Sitze liegen für die SVP drin bei den Wahlen 2026, sagt Roland Blättler. Er ist Präsident der SVP Nidwalden, der Partei für besorgte, aktive Bürger, die für ein bürgerliches und christliches Weltbild einstehen. Für die Partei existieren mit EU und Migration zwei langfristige und mit Dichtstress und Bürokratie zwei topaktuelle Fokusthemen. Roland Blättler bezweifelt die Wirksamkeit von Windrädern im Kanton Nidwalden und wünscht sich mehr Investitionen in Wasserkraft und Wasserstoff.
FDP – mit Daniel Rogenmoser
Die FDP ist im Kanton Nidwalden mit 16 Sitzen im Landrat die stärkste Kraft. Gemäss Parteipräsident Daniel Rogenmoser soll das auch bei den bevorstehenden Wahlen so bleiben. Fokusthemen der Partei sind Bildung, Sicherheit, Finanzen sowie Wirtschaft und Arbeit. Der ausgebildete Sekundarlehrer und Schullehrer spricht über Steuern und Wohnraum, zwei Themen in denen er sich als Gemeindepräsident von Hergiswil gut auskennt.
Die Mitte – mit Roland Kaiser
Die Mitte Nidwalden hat bei den letzten Landratswahlen im Jahr 2022 einen Sitz verloren und kommt aktuell auf 15 Sitze. Das Ziel für 2026 sind 17 Sitze. Der Hausmann und Gemeindepräsident von Ennetmoos und Landrat, Roland Kaiser, will seine Partei im Wahlkampf als konstruktive Kraft positionieren. Mit guten Rahmenbedingungen und weniger blockierenden Regulierungen sollen grosse, wichtige Investitionen in Energie und Verkehr möglich sein.
GLP – Matthias Christen
Die Partei wurde erst 2021 gegründet, erreichte bei den letzten Wahlen mit fünf Sitzen im Landrat aber direkt Fraktionsstärke und erhielt mit Peter Truttmann einen Regierungsratssitz. Co-Präsident Matthias Christen möchte die Partei mit dem Motto «mehr Energie für Nidwalden» wachsen sehen. Der Wahlspruch nimmt auch gleich eines der Hauptthemen auf: Die Partei möchte mehr Energieproduktion und Speichermöglichkeiten im Kanton. Subventionen liegen dabei auch in der Werkzeugkiste.
Die SP-Nidwalden wurde für den Podcast ebenfalls angefragt, hat auf die Einladung jedoch nicht reagiert.
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Thomas Odermatt, Leiter Kommunikation
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