Medienmitteilung: Ja zur AHV und Ja zur Reform der Verrechnungssteuer sind zukunftsweisend

Der Vorstand der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ hat die Parolen für die eidge-nössischen Abstimmungen vom 25. September 2022 gefasst. Der Wirtschaftsverband unterstütz die beiden Vorlagen zur Stabilisierung der AHV sowie die Reform der Verrechnungssteuer. Die Massentierhaltungsinitiative lehnt er ab.

Ohne Reform geht der AHV bald das Geld aus
Wer ein Leben lang arbeitet und pflichtgemäss die AHV-Beiträge einzahlt, hat Anrecht auf eine gesicherte Rente – so die Theorie. Die steigende Lebenserwartung und die Pensionierung geburtenstarker Jahrgänge führen jedoch dazu, dass die AHV bereits in drei Jahren mehr ausgibt als einnimmt. Mit der AHV21 hat das Parlament eine Kompromisslösung ausgearbeitet, die unsere Ren-ten mittelfristig sichert. Neben einer Erhöhung der Mehrwertsteuer wird das Rentenalter für Frauen, die aufgrund der höheren Lebenserwartung länger Rente beziehen, demjenigen der Männer angeglichen. Das Renteneintrittsalter wird flexibilisiert. Diese Massnahmen könnten sich zudem mildernd auf den Fachkräftemangel auswirken. Aus diesen Gründen empfiehlt die IHZ die beiden Vorlagen zur Stabilisierung der AHV anzunehmen. Nur bei einem Ja zur Mehrwertsteuererhöhung und zur Anpassung des Rentenalters für Frauen tritt die AHV21-Reform in Kraft.

 

Von der Teilabschaffung der Verrechnungssteuer profitieren alle
Die Verrechnungssteuer auf inländische Obligationen bedeutet einen Wettbewerbsnachteil für die Schweiz. Aufgrund des unattraktiven Anleihenmarkts geben zahlreiche Schweizer Firmen ihre Obligationen über Tochterfirmen im Ausland aus. Bundesrat und Parlament wollen mit der Reform diese Geschäftsmöglichkeiten, die damit verknüpften Arbeitsplätze und somit auch Steuereinnahmen in die Schweiz zurückholen. Bund, Kantone und öffentliche Betriebe profitieren ebenfalls. Denn auch die von ihnen herausgegebenen Anleihen werden von der Steuer befreit und Investitionen in die Zukunft werden günstiger. Die IHZ sagt deshalb Ja zur Reform der Verrechnungssteuer. Gerade im Hinblick auf die OECD-Mindeststeuer ist es der richtige Zeitpunkt, um unnötige Steuern abzuschaffen und die Standortattraktivität der Schweiz so zu stärken.

 

Nein sagt die IHZ zur Massentierhaltungsinitiative. Die Gesetzesvorlage schafft neue Regulierungen und könnte im Widerspruch zu internationalen Handelsübereinkommen stehen.