
Rückblick: IHZ-Neujahrsapéro 2026
Rund 500 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft trafen sich am 7. Januar 2026 im Hotel Schweizerhof Luzern zum traditionellen IHZ-Neujahrsapéro. Im Zentrum stand dabei der neu designierte IHZ-Präsident Adrian Steiner.
Eröffnet wurde der Anlass von IHZ-Direktor Adrian Derungs und IHZ-Präsident Andreas Ruch. Gleich zu Beginn herrschte ein stiller Moment der Anteilnahme. Aufgrund der tragischen Ereignisse in Crans-Montana gedachten die Gäste in einer Schweigeminute den Opfern. Erst danach richtete sich der Blick auf die wirtschaftspolitischen Themen, welche die Zentralschweiz und die IHZ im vergangenen Jahr prägten.
Rückblick auf 2025: Drei Themen, die bewegten
In einem gemeinsamen Gespräch blickten Adrian Derungs und Andreas Ruch auf das Jahr 2025 zurück. Dabei ordneten sie drei zentrale Themen ein: die Entwicklungen rund um die USA, die Diskussion um die EU-Verträge und den Umgang mit Bürokratie.
Die beiden waren sich einig: Vorbilder sind Menschen mit Haltung, Integrität und Anstand – nicht bloss mit materiellem Erfolg. Menschen also, die sich korrekt verhalten, auch wenn niemand hinschaut. Zugleich appellierten sie an mehr Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern kann. Und an den Mut, Dinge zu verändern, die sich ändern lassen.
Besonders starkes Echo fand anschliessend das Thema Bürokratie. Die Zunahme an Regulierung sei klar messbar, betonten sie. Während auf Bundesebene 1970 noch rund 100 Erlasse pro Jahr angepasst wurden, waren es 2020 bereits 800. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsdachverbände, dass in der Schweiz ein Einsparpotenzial von rund 30 Milliarden Franken besteht – allein durch den Abbau unnötiger Bürokratie.
Rochade im IHZ-Präsidium
Für Andreas Ruch war es einer seiner letzten Auftritte als IHZ-Präsident. Nach neun Jahren im Amt wird er dieses an der IHZ-Generalversammlung vom 21. Mai 2026 abgeben. Er blickte auf prägende Momente seiner Amtszeit zurück und erhielt dafür grossen und herzlichen Applaus aus dem Publikum.
Anschliessend wurde der neu designierte IHZ-Präsident vorgestellt: Adrian Steiner, CEO und Mitinhaber der Thermoplan AG in Weggis. Er machte deutlich, weshalb er sich für das Amt zur Verfügung stellt. Die Schweizer Exportindustrie brauche die bestmöglichen Rahmenbedingungen, sagte er. Dafür setze sich die IHZ ein und als langjähriges Vorstandsmitglied wolle er dazu weiterhin aktiv beitragen.
Sehr persönlich schilderte er auch die Herausforderungen im Zusammenhang mit den US-Zöllen. Das gesamte Thermoplan-Team habe dabei nicht nur seine fachlichen und organisatorischen, sondern auch seine menschlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen. Mit Blick auf die EU-Verträge betonte Adrian Steiner, wie wichtig stabile Beziehungen zur EU seien. Gleichzeitig handle es sich um ein äusserst komplexes Vertragswerk. Er wolle sich in den kommenden Monaten intensiv damit auseinandersetzen und sich gemeinsam mit dem IHZ-Vorstand darüber eine Meinung bilden. Offiziell als Präsident gewählt wird er am 21. Mai 2026.
Beim anschliessenden Apéro stiessen die Teilnehmenden gemeinsam auf das neue Jahr an. In vielen Gesprächen zeigte sich, was die IHZ ausmacht: ein starkes Netzwerk, lebendige Begegnungen und ein Austausch auf Augenhöhe. Ein gelungener Start ins IHZ-Jahr 2026.
- Impressionen IHZ-Neujahrsapéro 2026
- Interview Adrian Steiner: Luzerner Zeitung, 7. Januar 2026
- Interview Adrian Steiner: SRF Regionaljournal Zentralschweiz, 8. Januar 2026
- Podcast «Wirtschaft kompakt – Deine Dosis Zentralschweizer Wirtschaftspolitik»: Folge 31 «Neujahrsapéro 2026 und wirtschaftspolitische Pulsmessung»


