
Zentralinfo 04/2025 «Vorbilder»: Innovation beginnt mit Haltung
Zum dritten Mal erhält maxon den Innovationspreis der IHZ – ein Beweis für unsere Haltung: Echte Innovation entsteht nicht in Monaten, sondern über Jahre. Geprägt durch Menschen, die langfristig denken und Verantwortung übernehmen.
Mit dem Gewinn des IHZ-Innovationspreises für unser Robotik-Antriebssystem «High Efficiency Joint 90» (HEJ90) wird nicht nur ein Produkt von maxon ausgezeichnet, sondern auch unser Verständnis von Innovation. Für uns bedeutet Innovation, komplexe Kundenanforderungen in klare, funktionale Lösungen zu verwandeln.
Die Vorstellung, dass Robotik einmal ein zentrales Geschäftsfeld werden könnte, begleitet uns schon lange. Doch die Antwort auf die Frage, wie ein idealer Antrieb dafür aussehen müsste, hat Zeit gebraucht. Fünf Jahre Entwicklungsarbeit stecken im HEJ90 – ein Beleg für unsere Ausdauer, unseren Anspruch und die enge Zusammenarbeit zwischen unseren Teams in Mechanik, Elektronik und Software.
Jahrzehntelange Erfahrung
Das kompakte Gelenksystem vereint Motor, Getriebe, Sensorik und Software in einem einzigen Modul. Die mechanische Umsetzung war dank jahrzehntelanger Erfahrung bei maxon gut beherrschbar. Eine der grössten Herausforderungen lag jedoch in der Software: Erst durch intelligente Algorithmen wird es möglich, dass sich Roboter auch in unstrukturierten Umgebungen sicher bewegen. Etwa, wenn sie eine Treppe erklimmen oder bei einem Zusammenstoss stabil bleiben müssen.
Mit unserer Lösung schaffen wir Roboterantriebe, die sich der Realität anpassen und nicht umgekehrt. Das bedeutet für unsere Kunden: höhere Zuverlässigkeit, schnellere Integration und mehr Sicherheit in Anwendungen, die Präzision und Robustheit erfordern.
Innovation als Verantwortung
Der IHZ-Preis würdigt aber weit mehr als ein einzelnes Produkt. Er steht für eine Haltung, die maxon seit über sechs Jahrzehnten prägt: Innovation heisst Verantwortung – gegenüber Kunden, Partnern und Mitarbeitenden.
Diese Haltung zieht sich durch unsere Geschichte. Schon in der hauseigenen Personalzeitschrift «maxon post» – gegründet 1977 – wurde regelmässig über technische Durchbrüche berichtet. Und es mangelt nicht an Beispielen für Innovation: oft mit Rückschlägen, immer mit Pioniergeist.
Fortschritt ist selten geradlinig
Eines davon bringt uns zurück in die 1970er-Jahre: Für das Laufwerk des Grundig SVR-Videorekorder-Systems entwickelte maxon in Rekordzeit spezielle Motoren für diesen neuen, sich schnell entwickelnden Markt. Ein Zitat aus der «maxon post» bringt es auf den Punkt: «Diese neue Generation elektronischer Geräte sind technische Wunderwerke und von einer Komplexität, wie sie bis heute in der Konsumelektronik nicht gebaut wurden.» Und maxon war mittendrin.
Solche Projekte beweisen, dass Fortschritt selten geradlinig verläuft. Aber sie zeigen auch, was uns antreibt: die Leidenschaft, Dinge besser zu machen – auch wenn der Weg dorthin anspruchsvoll ist.
Heute ist maxon strategischer Partner von Robotik-Unternehmen wie Anybotics und Hexagon. Der HEJ90 ist das jüngste Beispiel dafür, wie wir komplexe Anforderungen in marktfähige Lösungen übersetzen.
Für maxon bedeutet Vorbild sein: vorausdenken. Nicht laut, sondern wirksam. Nicht mit Superlativen, sondern mit Lösungen, die funktionieren – vom Videorekorder bis zum KI-gesteuerten Roboter.
Autor/Autorin:
Eugen Elmiger, CEO maxon Gruppe
Zur Bildwelt des Magazins (Thema «Vorbilder»):
Nachahmung oder Imitation ist eine Fähigkeit. Auch in der wissenschaftlichen Forschung nimmt man gerne die Natur und Tierwelt zum Vorbild und versucht sie für den eigenen Nutzen und Fortschritt nachzuahmen – mit mehr oder weniger Erfolg. «Bionik» nennt sich eine dieser neueren Disziplinen, welche die Funktionsweisen der Natur auf künstlich hergestellte Materialien überträgt. Diese und einige andere überraschende Vorbilder aus der Natur und Tierwelt zeigt die Bildreihe in dieser Ausgabe des Zentralinfo.


