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GCC - Region der unbegrenzten Möglichkeiten?

Am IHZ-Wirtschaftslunch, welcher in Zusammenarbeit mit Switzerland Global Enterprise (S-GE) organisiert wurde, standen die sechs Länder des Golfkooperationsrats (GCC) Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Kuwait und Oman im Mittelpunkt. Rund 40 Personen informierten sich über die Geschäftsmöglichkeiten in diesen Ländern und nutzten das Wissen sowie die Erfahrungen der Referenten.

 

Im ersten Teil des Wirtschaftslunches informierte Ruedi Büchi, Senior Consultant Middle East S-GE, sowie Lamia Damerje, Trade Advisor UAE & Oman Swiss Business Hub Middle East, über die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der Golf Staaten. Mit einem Exportvolumen von über CHF 8,9 Milliarden spielen die GCC-Länder für die Schweizer Unternehmen eine wichtige Rolle. Das Volumen ist vergleichbar mit den Exporten in unser Nachbarland Österreich. Im weltweiten Ranking sind die GCC-Staaten besonders wegen den hohen Erdölreserven wichtig, da rund 60 Prozent der globalen Erdölvorräte aus diesen Ländern stammen. In den GCC-Ländern gibt es wachsende Wirtschaftszweige wie Nahrungsmittel, Gesundheit und Aviatik, welche für Schweizer Unternehmen interessant sein könnten. Um in diesen Ländern erfolgreich zu sein, ist es aus Sicht von S-GE notwendig, eine passende Kommunikation und den "richtigen" Partner zu finden sowie flexibel zu sein. Es kann bald einmal zwei bis drei Jahre dauern, bis eine Geschäftsbeziehung aufgebaut ist.

 

Eric Sulzer, CEO BASWA acoustic AG, berichtete in seinem Referat über Projekte in diesen Ländern. Das Unternehmen ist mit Partnern in verschiedenen Ländern der GCC-Region tätig. Diese Partner vertreten die BASWA acoustic AG vor Ort und vermitteln Aufträge, sind aber nicht direkt beim Unternehmen angestellt. Für Eric Sulzer ist es sehr wichtig, die Kontakte vor Ort persönlich zu pflegen, um eine Vertrauensbasis in der Geschäftsbeziehung aufzubauen. Probleme müssen diskutiert und verhandelt und nicht durch einen Anwalt oder eine Versicherung gelöst werden. Das Unternehmen hat in diesen Ländern einige Aufträge per Handschlag und ohne Vertrag vereinbart.

 

Ebenfalls über die Erfahrungen von Exporten in den GCC-Region berichtete anschliessend Sven Schilliger, CSO Thermoplan AG. Dieses Unternehmen wagte 2001 erstmals den Markteintritt in der Region, und zwar mit einem lokalen Partner. Die Geschäftsbeziehung wurde partnerschaftlichen aufgebaut, sodass Vertrauen zwischen den Parteien geschaffen werden konnte. Dies erforderte face-to-face-Meetings und Vereinbarungen wurden unkompliziert mündlich auf gegenseitigem Vertrauen aufbauend getroffen. Ab 2011 erfolgte die zweite Marktbearbeitung mit einem internationalen Partner, was bezüglich Strukturen und Kommunikation einfacher war, da diese ähnlicher sind wie bei Schweizer Unternehmen. Sven Schilliger sieht in beiden Varianten Vor- und Nachteile. 

 

Zusammenfassung: Die Möglichkeiten in der GCC-Region für Zentralschweizer Unternehmen sind faszinierend und vielfältig, aber nicht unbegrenzt.

 

Beim anschliessenden Stehlunch wurden Erfahrungen unter den Teilnehmern ausgetauscht sowie Fragen mit den Fachpersonen geklärt.