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Programm

11:30 Networking Lunch
Panoramagalerie / Panoramaterrasse

13:00 Willkommensgruss
Dragon Forum

Geld bewegt - Treiber für die Zentralschweiz der Zukunft

Das Thema Geld bewegt und ist allgegenwärtig. Geld durchdringt nicht nur unseren Alltag in der Gegenwart, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte. Die Spannweite reicht von Binsenwahrheiten wie «Geld regiert die Welt» über Redewendungen aus dem alten Rom «Pecunia non olet» (Geld stinkt nicht), bis hin zum Werk «Geld und Geist» von Jeremias Gotthelf. Die heutigen Diskussionen rund ums Geld ziehen sich als roter Faden durch die Menschheitsgeschichte. Aufgrund der Coronakrise hat das Thema Geld nicht zuletzt aufgrund des wachsenden Grabens zwischen Gewinnern und Verlierern, zwischen Arm und Reich und im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Wandel besondere Bedeutung erhalten. Es ist Zeit, dass sich die IHZ auf dem Pilatus mit dem Thema Geld auseinandersetzt.

 

  • Andreas Ruch, Präsident IHZ, Inhaber Ruch Gruppe Altdorf
  • Adrian Derungs, Direktor IHZ

13:15 Opening Key Note
Dragon Forum

Geldpolitik der SNB in stürmischen Zeiten

Die verschiedenen Zentralbanken verfolgen ihre Geldpolitik mit unterschiedlichen Zielen. Diese liegen zwischen Staatsschuldentilgung, Wirtschaftswachstum und einem stabilen Preisniveau. Welche Geldpolitik hat die Schweizerische Nationalbank in den vergangenen Jahren verfolgt und was wäre ohne entsprechende geldpolitischen Massnahmen mit der Schweiz in den letzten Jahren passiert? Was ist dran an der These, dass wir seit der Finanzkrise vor rund 15 Jahren dank der schier grenzenlosen Geldversorgung und der Währungsstabilisierung durch die Nationalbank in einer «geschützten Werkstatt» leben, mit künstlichem Wachstum und gebremster Innovation? Wie haben sich die Negativzinsen in der realen  Wirtschaft ausgewirkt; wer hat davon profitiert und wer sind die Verlierer? Werden sich Cryptowährungen gegenüber dem nationalen Fiatgeld durchsetzen? Verschwindet das Bargeld oder erlebt es in Krisenzeiten ein «Comeback»?
 

13:45 Intermezzo
Dragon Forum

Intermezzo

Standup-Philosophy 
 

14:00 Opening Plenary
Dragon Forum

Von Geldschöpfung, Kreditvergabe und Umverteilung

In der Opening Plenary unterhalten sich Vertreterinnen  und Vertreter der Geschäftsbanken und der Wirtschaft sowie Ökonomen über die Bedeutung von Geld in der modernen Wirtschaft, speziell mit Blick auf die möglichen Zielkonflikte der Nationalbank: Wachstum, Preisstabilität und Vollbeschäftigung; ist das alles gleichzeitig möglich? Dabei diskutieren sie die Rolle der Geschäftsbanken, der Nationalbank sowie das Zusammenspiel der unterschiedlichen wirtschaftlichen und politischen Akteure. Gleichzeitig blicken wir zurück auf die Coronakrise. Wie kam es zu den Hilfskrediten, wie wurden diese um gesetzt und wie sieht die Bilanz heute aus: wie viele Kredite wurden beantragt, ausbezahlt und wieder zurückbezahlt? Die Opening Plenary reflektiert die Kernaussagen und damit verbundene Fragen aus der Opening Key Note.

 

14:45 Networking Break I
Panoramagalerie / Panoramaterrasse

15:45 Workshop: Geld und Unternehmen
Dragon Forum

Unternehmensfinanzierung im 21. Jahrhundert

Finanzdienstleistungen haben für die Zentralschweiz eine grosse volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Bedeutung. Recht, Technologie und Zeitgeist fordern den Sektor heraus. Günstige Finanzierungsmöglichkeiten sowie ein stabiles Finanzsystem zur Abwicklung von Finanztransaktionen sind elementar für alle Unternehmen; vom Einzelunternehmer bis hin zum Grosskonzern.
 

15:45 Workshop: Geld und Staat
Tomlishorn / Klimsenhorn

Wie finanziert sich die moderne Schweiz?

Zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt der Staat finanzielle Mittel. Er beschafft sich diese vor allem durch die Erhebung von öffentlichen Abgaben, grösstenteils durch Steuern sowie durch Kausalabgaben wie Gebühren, Beiträge oder Ersatzabgaben. Durch die stetige Ausweitung an staatlichen Aufgaben steigen in gleichem Masse auch die benötigten finanziellen Mittel - ohne Geld geht’s nicht. Und wenn die laufenden Einnahmen für die Finanzierung nicht ausreichen, steigen die Staatsschulden. Die Coronakrise hat der Frage nach dem Grad der Staatsverschuldung und dem Umgang mit diesen Schulden zudem zusätzliche Aufmerksamkeit beschert.  

 

15:45 Workshop: Geld und Geist
Esel / Oberhaupt

Wie Geld die Gesellschaft trennt und verbindet

In der Diskussion um die Funktion des Geldes in der Wirtschaft und um die Diskrepanz zwischen Arm und Reich wird ein Aspekt zu wenig hervorgehoben: Wer Geld hat, kann damit Gutes tun. Gerade in der Zentralschweiz stützen sich viele soziale und kulturelle Institutionen auf Geldquellen von Privatpersonen und Stiftungen ab. Am Zentralschweizer Wirtschaftsforum wagen wir deshalb einen philosophischen Blick auf das Thema Geld und setzen einen Schwerpunkt beim Geld als Triebfeder für die Kultur.
 

17:00 Networking Break II
Panoramagalerie / Panoramaterrasse

17:45 Intermezzo
Dragon Forum

Intermezzo

Standup-Philosophy  

 

18:00 Closing Key Note I
Dragon Forum

Geld und Sinnstiftung
Die Verbindung von Geld und Glück ist weder einfach zu beschreiben noch einfach zu beweisen. Macht viel Geld glücklich oder anders gefragt: wie viel Geld braucht es, um glücklich zu sein? Was tun wir mit dem Geld, wenn wir materiell alles besitzen, was wir zum Leben brauchen? Die Frage nach der Sinnhaftigkeit rückt nicht nur im Zusammenhang mit unserer Arbeit in den Vordergrund, sondern auch in unserem Umgang mit Geld und unseren finanziellen Möglichkeiten. Besonders vermögende Persönlichkeiten geben mit ihrem Engagement unserer Gesellschaft viel zurück und ermöglichen mit Stiftungen, Spenden und anderen Formen der finanziellen Unterstützung vielen bedürftigen oder weniger finanzkräftigen Menschen, ihre Bedürfnisse und Träume zu verwirklichen. So hat z.B. Arthur Waser im Jahr 2000 die Arthur Waser Stiftung gegründet und diese testamentarisch als seine künftige Alleinerbin eingesetzt. Weshalb er sich zu diesem Schritt entschlossen hat, wie er damit Menschen hilft und welches Verhältnis er zu Geld hat, erfahren Sie in der ersten Closing Key Note.

 

18:30 Closing Key Note II
Dragon Forum

Corona und die wundersame Geldvermehrung
Die Welt, Europa und die Schweiz schlittern von einer Krise in die nächste. Nach der Finanzkrise vor über zehn Jahren brachen in der Coronakrise bei vielen Unternehmen die Umsätze stark ein, die Staaten verloren Steuereinnahmen und mit der Gesundheitskrise galt es auch eine Wirtschaftskrise zu bewältigen. Die fehlenden Einnahmen wurden teilweise durch Kreditmittel ersetzt, die nicht nur von den Sparern kamen, sondern in zunehmendem Masse auch aus den Druckerpressen der Zentralbanken. Die Zentralbanken beschlossen eine Vervielfachung der Geldmengen und setzten diese Pläne auch in die Tat um. Die Ökonomen streiten darüber, ob diese Flutung mit Geld und die zu nehmende Verschuldung der Staaten auf die lange Sicht gut gehen kann. «Alles kein Problem, da hilft uns das Zinsumfeld» oder «Leben auf Pump und auf Kosten unserer Enkel»? Der bekannteste Ökonom Deutschlands, Professor Hans-Werner Sinn, diskutiert in einem fulminanten Schlusspunkt des Zentralschweizer Wirtschaftsforums die Verteilungswirkungen dieser Politik und die Gefahren, die sie langfristig für den Wert des Geldes, das Vermögen und die Stabilität unserer Gesellschaft bedeuten.

 

19:15 Farewell Dinner
Queen Victoria / Cheminée Saal