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Corona und die wundersame Geldvermehrung
Die Welt, Europa und die Schweiz schlittern von einer Krise in die nächste. Nach der Finanzkrise vor über zehn Jahren brachen in der Coronakrise bei vielen Unternehmen die Umsätze stark ein, die Staaten verloren Steuereinnahmen und mit der Gesundheitskrise galt es auch eine Wirtschaftskrise zu bewältigen. Die fehlenden Einnahmen wurden teilweise durch Kreditmittel ersetzt, die nicht nur von den Sparern kamen, sondern in zunehmendem Masse auch aus den Druckerpressen der Zentralbanken. Die Zentralbanken beschlossen eine Vervielfachung der Geldmengen und setzten diese Pläne auch in die Tat um. Die Ökonomen streiten darüber, ob diese Flutung mit Geld und die zu nehmende Verschuldung der Staaten auf die lange Sicht gut gehen kann. «Alles kein Problem, da hilft uns das Zinsumfeld» oder «Leben auf Pump und auf Kosten unserer Enkel»? Der bekannteste Ökonom Deutschlands, Professor Hans-Werner Sinn, diskutiert in einem fulminanten Schlusspunkt des Zentralschweizer Wirtschaftsforums die Verteilungswirkungen dieser Politik und die Gefahren, die sie langfristig für den Wert des Geldes, das Vermögen und die Stabilität unserer Gesellschaft bedeuten.