Die IHZ-Wahlplattform ist online

Die Eidgenössischen Wahlen vom 22. Oktober 2023 sind ein wichtiger Wegweiser für die Schweizer Politik der nächsten Jahre. Die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ engagiert sich für ein wirtschaftsfreundliches Wahlergebnis. Für die Einordnung der zahlreichen Zentralschweizer Kandidierenden hat die IHZ auch in diesem Jahr eine Wahlhilfe erstellt.

Am 22. Oktober 2023 finden die Neuwahlen des Nationalrats und des Ständerats statt. Die aktuelle Legislaturperiode ist geprägt von zahlreichen Herausforderungen. Die ausserordentlichen Ausgaben und Garantien belasten den Staatshaushalt stark. Gleichzeitig leidet die Wirtschaft unter globalen und geldpolitischen Risiken. Die Parlamente sind in der nächsten Legislaturperiode gezwungen, die Staatsausgaben einzudämmen, obwohl die Begehrlichkeiten nach staatlicher Interventionen gestiegen sind. Der letzte Winter hat zudem deutlich gezeigt, dass die Schweiz signifikante Defizite in der Energieinfrastruktur aufweist. Für eine funktionierende Wirtschaft ist die Verfügbarkeit von Energie essentiell. 

 

Wirtschaftsfreundlich wählen, aber wie?


Die Unternehmen in der Zentralschweiz beschäftigen fast eine halbe Million Personen. Eine gesunde Wirtschaft stellt den Wohlstand der Region sicher, garantiert die Sozialwerke und wappnet die Region mit Innovationen für die Zukunft. Die Wirtschaft benötigt auch in der kommenden Legislaturperiode Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die sich für einen Abbau von bürokratischen Hürden, gegen die Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit und für einen schlanken Staat einsetzen, der nicht um die wichtigen Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt konkurriert.


Seit den nationalen Wahlen im Herbst 2015 setzt die IHZ auf die Zusammenarbeit mit der etablierten Wahlplattform smartvote. Wie die Kandidierenden aus den Zentralschweizer Kantonen füllen auch die IHZ-Vorstandmitglieder den smartvote-Fragebogen aus. Auf der IHZ-Wahlhilfeplattform werden die Kandidierenden in den IHZ-Kantonen jeweils nach Übereinstimmung ihrer Antworten mit denjenigen des IHZ-Vorstands rangiert. Somit kann die Wirtschaftsfreundlichkeit der Kandidierenden aus Sicht der über dreissig Unternehmerinnen und Unternehmer der grössten Zentralschweizer Unternehmen transparent und entlang einer objektiven Methodik eingeordnet werden.

Der IHZ-Smartspider


Entlang der acht Achsen des sogenannten Smartspiders lässt sich erkennen, dass sich die IHZ allem Voran für eine offene Aussenpolitik sowie für eine liberale Wirtschaftspolitik einsetzt. In den Dimensionen restriktive Finanzpolitik, Law & Order, restriktiver Migrationspolitik und liberale Gesellschaft ist das IHZ-Profil in etwa ausgeglichen. Eher zurückhaltend beweisen sich die Antworten beim ausgebauten Sozialstaat sowie beim ausgebauten Umweltschutz.

 

 

Bei den fast 500 Kandidierenden, die einen der 16 Nationalratssitze der Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden anstreben, stehen in zwei Kantonen die Mitte und in drei Kantonen die FDP auf dem vordersten Platz. Im Kanton Luzern weist IHZ-Vorstandsmitglied und CEO der Thermoplan AG, Adrian Steiner (Die Mitte) mit 89,9% von allen Kandidierenden den höchsten Wert der Übereinstimmung auf. Im Kanton Luzern folgen knapp dahinter die beiden Kantonsrätinnen Sibylle Boos-Braun (FDP) und Jacqueline Theiler (FDP). Ebenfalls mit einem sehr hohen Wert von 87,5% führt die Rangliste im Kanton Schwyz Heinz Theiler (FDP) an, knapp vor der bisherigen Nationalrätin Petra Gössi (FDP) und Marlene Müller (FDP). Im Kanton Uri sind die Überstimmungen der beiden Kandidierenden mit der IHZ eher tief. Simon Stadler (bisher, Die Mitte) weist dabei mit 69,2% einen deutlich höheren Wert auf als Claudia Brunner (SVP). Bei der spannenden Wahl im Kanton Obwalden weist der junge Herausforderer von Monika Rüegger (SVP, 66,7%), Nico Fankhauser (FDP), eine hohe Überstimmung von 84,1% auf. Im Kanton Nidwalden führt Beatrice Richard-Ruf (FDP) mit 83,2% vor Regina Durrer-Knobel (Die Mitte, 70,9%) und Roland Blättler (SVP, 70,4%).

 

Im Kanton Luzern sowie im Kanton Nidwalden bestätigt die Wahlhilfe der IHZ die bisherigen Ständeräte Andrea Gmür-Schönenberger (Die Mitte, LU), Damian Müller (FDP, LU) und Hans Wicki (FDP, NW). In den Kantonen Uri und Obwalden gibt es gegenwärtig keine Herausforderinnen oder Herausforderern für die Standesvertretung in Bern. Folgt man der Rangliste im Kanton Schwyz so würde Othmar Reichmuth (Die Mitte) bestätigt und Petra Gössi (FDP) würde sich mit einer sehr hohen Übereinstimmung mit der IHZ den freiwerdenden Ständeratssitz schnappen.

 

Benutzung der IHZ-Wahlhilfe


Auf der ersten Seite sehen Sie die Kantonswappen der Zentralschweizer Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden. Ein Klick auf das jeweilige Kantonswappen führt sie einer Rangliste der Kandidierenden in diesem Kanton, die die Übereinstimmung der Antworten der Kandierenden mit denjenigen der IHZ widerspiegelt. Im oberen Bereich können Sie zwischen Ständeratswahlen und Nationalratswahlen wechseln. Ein Klick auf die Kandidierenden führt sie zu deren Profil. Sie können die Positionen der Kandidierenden mit denjenigen der IHZ anhand des Smartspiders vergleichen oder den Fragebogen im Detail analysieren. Möchten Sie eine individuelle Wahlempfehlung oder Ihre Antworten mit denjenigen der IHZ vergleichen? Dann wählen Sie den Tab «Mein Vergleich» und füllen Sie die für eine präzise Analyse notwendigen 75 Fragen aus.