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FHA Indonesien: IHZ fasst Ja-Parole

Die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ hat an ihrer Vorstandssitzung vom 4. Januar 2021 die klare Ja-Parole für das Freihandelsabkommen mit Indonesien gefasst. Das Abkommen gewährt Schweizer Unternehmen den diskriminierungsfreien Zugang zum zukunftsträchtigen indonesischen Wachstumsmarkt. Gleichzeitig enthält es umfassende Bestimmungen zum Schutz der Umwelt und der Arbeitnehmerrechte und koppelt die beschränkten Konzessionen für Palmöl an strenge Nachhaltigkeitsauflagen. Am 7. März 2021 entscheidet das Schweizer Stimmvolk über dessen Genehmigung.

Viele Arbeitsplätze in der Schweiz hängen direkt oder indirekt vom Absatz unserer Produkte und Dienstleistungen im Ausland ab. Dass Schweizer Unternehmen konkurrenzfähig sind und bleiben, sind Exporte und ein verlässlicher Zugang zu wichtigen ausländischen Märkten unabdingbar. Indonesien ist bevölkerungsmässig das viertgrösste Land der Welt und ist für die Schweizer Exportbranche ein wichtiger internationaler Partner. Das Abkommen baut die Zölle auf 98 Prozent der Schweizer Warenexporte ab und beugt einer Diskriminierung unserer Unternehmen auf diesem wichtigen Markt vor. Mit Bestimmungen zum Güter- und Dienstleistungshandel, den Investitionen und dem Geistigen Eigentum stärkt das Abkommen die Rechts- und Planungssicherheit für Schweizer Unternehmen.
 
Ausschliesslich nachhaltig produziertes Palmöl profitiert vom Abkommen
Nur Palmöl, das nachweislich nachhaltig produziert wurde, profitiert von den im Abkommen geregelten Zollsenkungen. Die Umsetzung dieses Aspektes wird in einer Verordnung separat geregelt. Diese wird zeitgleich mit dem Abkommen mit Indonesien in Kraft treten. Das Abkommen verpflichtet die Vertragsparteien zum Schutz der Umwelt und der Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Schutz der Wälder und einer nachhaltigen Palmölproduktion.
 
Ein ausgewogenes Abkommen
Das Abkommen ist ausgewogen und berücksichtigt die Interessen beider Seiten, ist die IHZ überzeugt. Es verbessert die Rahmenbedingungen für die gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen und trägt zum Ziel einer nachhaltigen Entwicklung bei. Eine Ablehnung des Abkommens wäre eine verpasste Chance für die Schweizer Exportwirtschaft. Weiter entginge der Schweiz damit auch die Gelegenheit, einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der globalen Bemühungen in Richtung einer nachhaltigeren Palmölproduktion zu leisten.